Wippra (Bearbeitungsstand Mai 2011)

Fakten
| Höhe über Tal: | 17,00 m |
| Dammkronenlänge: | 190,00 m |
| Dammlänge im Talbereich: | 130,00 m |
| Breite Dammfuß: | 160,00 m |
| Böschungsneigung: | 1 : 3 |
| Rückhaltevolumen: | 4,25 Mio.m³ |
| Regelabfluss QA: | 8,0 m³ / s |
Ausbildung als Grünes Becken mit einem ökologischem Gerinne. Der Einstau erfolgt statistisch alle 5 Jahre und wird bei einem HQ100 das Tal nur 10 Tage bis zur vollständigen Entleerung beanspruchen.
(Siehe Animation)

Die Wipper hat ihre Quelle in der Nähe des Auerbergs bei Stolberg im Harz. Sie schlängelt sich über rund 85 Kilometer bis nach Bernburg, wo sie in die Saale mündet. Das Abflussvermögen der Wipper ist gering, sodass es im jetzigen Zustand auch schon bei kleineren HQ zu Ausuferungen kommt. In kurzer Zeit kommt es zu sehr hohen Scheitelabflüssen im Vergleich zum Mittelwasserabfluss.
Die Wipper-Talsperre ist das einzige Talsperrenbauwerk im Flussbereich der Wipper. Sie wurde 1951 / 52 als Vorsperre eines größeren Bauwerks (Hauptsperre), zu dessen Bau es nicht kam, errichtet. Sie diente der Brauchwasserversorgung, besitzt aber nur geringe Hochwasserschutzwirkung.
Nach dem Hochwasser 1994 - mit einer Schadenssumme von über 17 Mio. € - kam im Zuge der Erarbeitung der Hochwasserschutzkonzeption Sachsen-Anhalt 1995/1996 der Bau eines zusätzlichen "Grünen Rückhaltebeckens" oberhalb von Wippra ins Gespräch. Dieses Trockenbecken soll an der Stelle der damals geplanten Hauptsperre errichtet werden, weil hier die Sperrstelle am engsten ist.
Bisheriger Verfahrensablauf
1. durch Staatliches Amt für Umweltschutz (STAU) / Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW):
- 1995-1996 Erarbeitung Hochwasserschutzkonzeption Wipper (6 Bände)
- 1998-1999 Variantenuntersuchung zum Standort
- 11.09.2001 Scopingtermin
- 09/2002 Übergabe Projekt an TSB
2. durch Talsperrenbetrieb Sachsen-Anhalt (TSB):
- 2002 Auswertung vorhandener Unterlagen zum Baugrund (Standort der geplanten Hauptsperre)
- 2003 Baugrundvoruntersuchung
- 2003-2004 Vorplanung
- ab 11/2004 Beginn Erstellung Planfeststellungsunterlagen
- 2004-2005 planungsbegleitende Arbeiten (Baugrunderkundung, Modellierung, Animation, Modell) und diverse Fachgutachten
- 01/2006 Unterlagen zum Planfeststellungsverfahren beim LVwA eingereicht
- 2006 Wipperfilm
- 2007-2008 Erarbeitung Beurteilungsunterlagen für FFH-Gebiet
- 2007-2010 ergänzende Unterlagen erarbeitet (aus Stellungnahmen und Auslegung)
- 06/2010 ergänzende Unterlagen zur Vollständigkeitsprüfung beim Landesverwaltungsamt (LVwA)eingereicht
- 10/2010 Hinweise aus Vollständigkeitsprüfung werden eingearbeitet
- 05/2011 Einreichung ergänzende Planfeststellungsunterlagen beim Landesverwaltungsamt (LVwA)
Geplanter Verfahrensablauf
- Es wird eingeschätzt, dass das Planfeststellungsverfahren nach 12 Monaten abgeschlossen sein könnte.
Paralleles Verfahren
Bodenentnahmestellen für den Absperrdamm im Talraum der Wipper. Diese 2 km vom Dammstandort entfernten Stellen ersparen LKW-Transporte durch die Ortslage Wippra.
- Einreichung der Planungsunterlagen zur Genehmigung im III Quartal 2011

