Querfurt (Bearbeitungsstand Mai 2011)

Fakten

Höhe über Tal:7,00 m
Dammkronenlänge:140,00 m
Dammlänge im Talbereich: 105,00 m
Breite Dammfuß:60,00 m
Böschungsneigung:1 : 3, teilweise flacher
Rückhaltevolumen:385.000 m³
Regelabfluss QA:7,10 m³ / s

Ausbildung als Grünes Becken mit ökologisch durchgängiger "Öko-Schlucht". Der Damm wird als homogener Erddamm ausgebildet.

Staubereich des geplanten Hochwasserrückhaltebeckens
Ausgangssituation

Die Querne entspringt westlich von Querfurt im Ziegelrodaer Forst und fließt unterhalb Querfurt mit dem Weidenbach zusammen. Ab der Ortslage Obhausen wird sie als Weida bezeichnet und mündet in die Salza. Die Gesamtlänge der Querne/Weida beträgt rund 37 Kilometer.

Die Querne ufert schon bei kleineren Hochwasserereignissen zwischen HQ(2) und HQ(5) in der Stadt Querfurt und den nachfolgenden Ortschaften aus. Der Städtische Lebensraum im Bereich des Gewässerumfeldes ist also schon bei Abflüssen von 4-6 m³/s stark hochwassergefährdet. In Folge der Hochwasserereignisse kann es häufig zu erheblichen Schäden an Gebäuden und Anlagen im privaten, öffentlichen und gewerblichen Bereich kommen.

Innerhalb der Stadt Querfurt ist das Flussbett der Querne für einen Abfluss von 8 m³/s ausgebaut worden. Die Arbeiten erfolgten durch das LHW und wurden Ende 2008 abgeschlossen. Dami dieser Wert nicht überschritten wird, muss oberhalb von Querfurt der Abfluss von der Querne auf max. 7 m³/s gedrosselt werden. Dies soll durch den Bau eines "Grünen Rückhaltebeckens" realisiert werden.   
 

Bisheriger Verfahrensablauf

1. durch Staatliches Amt für Umweltschutz (STAU) / Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW):

  • 2007 Vorplanung
  • 22.01.2008 Scopingtermin
  • 04/2008 Übergabe Projekt an TSB

2. durch Talsperrenbetrieb Sachsen-Anhalt (TSB):

  • 09/2008 Vergabe Ingenieurleistungen nach deutschlandweiter Ausschreibung
  • 2008-2009 Baugrunduntersuchungen
  • 2008-2009 Erstellung diverser Fachgutachten, z.B. Kaltluftabfluss, Gutachten Sedimenteintrag und faunistische Erfassungen
  • 07/2010 Genehmigungsplang zur Vollständigkeitsprüfung beim Landesverwaltungsamt (LVwA) eingereicht
  • 10/2010 Hinweise aus Vollständigkeitsprüfung werden eingearbeitet
  • 04/2011 Einreichung zur erneuten Vollständigkeitsprüfung beim Landesverwaltungsamt (LVwA)

Geplanter weiterer Verfahrensablauf

  • Eröffnung Planfeststellungsverfahren voraussichtlich III Quartal 2011
  • Es wird eingeschätzt, dass das Planfeststellungsverfahren nach 12 Monaten abgeschlossen sein könnte.


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