Meisdorf (Bearbeitungsstand Mai 2011)

Fakten
| Höhe über Tal: | 15,50 m |
| Dammkronenlänge: | 117,50 m |
| Dammlänge im Talbereich: | 65,00 m |
| Breite Dammfuß: | 115,00 m |
| Böschungsneigung: | 1 : 3 |
| Rückhaltevolumen: | 1,94 Mio.m³ |
| Regelabfluss QA: | 20,00 m³ / s |
Ausbildung als Grünes Becken mit einem ökologischem Gerinne (Bild zeigt Simulation des Staudamms am Standort oberhalb Meisdorf im Selketal).
Ein Einstau der Talsohle, d.h. Selkeweg noch nutzbar, erfolgt häufig. Ein Teileinstau, d.h. Selkeweg nicht nutzbar, erfolgt statistisch alle 5 Jahre. Bei einem HQ100 beträgt der Zeitraum vom Beginn des Einstaus bis zur vollständigen Entleerung ca. 5 Tage.

Die Selke entspringt südöstlich von Stiege. Sie schlängelt sich über rund 64 Kilometer bis nach Rodersdorf, wo sie in die Bode mündet. Das Abflussvermögen der Selke ist sehr gering, sodass es im jetzigen Zustand auch schon bei kleineren HQ zu Ausuferungen kommt. In kurzer Zeit kommt es zu sehr hohen Scheitelabflüssen im Vergleich zum Mittelwasserabfluss.
Nach dem Hochwasser 1994 - mit einer Schadenssumme von über 27 Mio. € - ist im Zuge der Erarbeitung der Hochwasserschutzkonzeption Sachsen-Anhalt 1995/1996 der Bau zweier "Grüner Rückhaltebecken", zum einen oberhalb von Straßberg und im weiteren Verlauf oberhalb von Meisdorf geplant.
Bisheriger Verfahrensablauf
1. durch Staatliches Amt für Umweltschutz (STAU) / Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW):
- 20.07.2005 Scopingtermin
- 11/2005 Übergabe Projekt an TSB
2. durch Talsperrenbetrieb Sachsen-Anhalt (TSB):
- 2006 Baugrunduntersuchung und geophysikalische Erkundung
- 09/2006 Vergabe Ingenieurleistungen nach VOF im europaweiten Verfahren
- 2006-2009 Erstellung diverser Fachgutachten, z. B. Kaltluftabfluss, Untersuchungen zur Sauerstoffzehrung, naturschutzrechtliche Untersuchungen inkl. Kartierungen
- 2008 Erstellung Selkefilm
- 03/2009 Genehmigungsplanung zur Vollständigkeitsprüfung beim Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt (LVwA) eingereicht
- 05/2010 Unterlagen zum Planfeststellungsverfahren beim LVwA eingereicht, Nachforderungen und Anpassungen erforderlich
- Einreichung / Beginn Planfeststellungsverfahren zum Ende 1. Halbjahr 2011
Geplanter Verfahrensablauf
- Es wird eingeschätzt, dass das Planfeststellungsverfahren nach 18 Monaten abgeschlossen sein könnte.

