Meisdorf (Bearbeitungsstand Februar 2015)

Bild zeigt Simulation des Staudamms am Standort im Selketal

Fakten

Höhe über Tal:15,50 m
Dammkronenlänge:117,50 m
Dammlänge im Talbereich: 65,00 m
Breite Dammfuß:115,00 m
Böschungsneigung:1 : 3
Rückhaltevolumen:1,94 Mio.m³
Regelabfluss QA:20,00 m³ / s

Ausbildung als Grünes Becken mit einem ökologischem Gerinne (Bild zeigt Simulation des Staudamms am Standort oberhalb Meisdorf im Selketal).

Ein Einstau der Talsohle, d.h. Selkeweg noch nutzbar, erfolgt häufig. Ein Teileinstau, d.h. Selkeweg nicht nutzbar, erfolgt statistisch alle 5 Jahre. Bei einem HQ100 beträgt der Zeitraum vom Beginn des Einstaus bis zur vollständigen Entleerung ca. 5 Tage.

Geplanter Standort im Selketal

Ausgangssituation

Die Selke mündet südöstlich von Stiege. Sie schlängelt sich über rund 64 Kilometer bis nach Rodersdorf, wo sie in die Bode mündet. Das Abflussvermögen der Selke ist sehr gering, sodass es im jetzigen Zustand auch schon bei kleineren HQ zu Ausuferungen kommt. In kurzer Zeit kommt es zu sehr hohen Scheitelabflüssen im Vergleich zum Mittelwasserabfluss.

Nach dem Hochwasser 1994 - mit einer Schadenssumme von über 27 Mio. € - ist im Zuge der Erarbeitung der Hochwasserschutzkonzeption Sachsen-Anhalt 1995/96 der Bau zweier "Grüner Rückhaltebecken", zum einen oberhalb von Straßberg und im weiteren Verlauf oberhalb von Meisdorf geplant.

Bisheriger Verfahrensablauf

1. durch Staatliches Amt für Umweltschutz (STAU) / Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW):

  • 20.07.2005 Scopingtermin
  • 11/2005 Übergabe Projekt an TSB

2. durch Talsperrenbetrieb Sachsen-Anhalt (TSB):

  • 2006 Baugrunduntersuchung und geophysikalische Erkundung
  • 09/2006 vergabe Ingenieurleistungen nach VOF im europaweiten Verfahren
  • 2006-2009 Erstellung diverser Fachgutachten, z.B. Kaltluftabfluss, Untersuchungen zur Sauerstoffzehrung, naturschutzrechtliche Untersuchungen inkl. Kartierungen
  • 2008 Erstellung Selkefilm  

 

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  • 03/2009 Genehmigungsplanung zur Vollständigkeitsprüfung beim Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt (LVwA) eingereicht
  • 05/2010 Fertigstellung der Unterlagen zum Planfeststellungsverfahren und Einreichung beim LVwA -Antrag zurückgezogen-
  • 2010 Anpassung der Unterlagen an neue Gesetze wie BNatSchG, NatSchG LSA und WHG sowie Ergänzungen und Anpassungen zur Fauna (verschiedene Artengruppen z.B. Fische, Falter, Fledermäuse, Amphibien, Reptilien und Brutvögel)
  • 2011 Nacharbeitung und Ergänzung der Unterlagen beinhaltet auch die Präzisierung der Wirkungen durch einen Einstau
  • 2012 Aufarbeitung der Begründung zur Planrechtfertigung und Alternativenprüfung nicht nur für HRB Meisdorf sondern für Gesamtkonzept Hochwasserschutz Selke
  • 2012 Veröffentlichung des FFH-Managementplanes erfordert erneut Prüfung und Ergänzung der Unterlagen
  • 2013 stichprobenartige Nachkartierung von Flora und Fauna, um Daten zu bereits erfassten Artengruppen zu aktualisieren
  • 2014 ingenieurtechnische Planung zur Standortoptimierung

Status

  • derzeit in Planung

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