Klimawandel begünstigt Starkregen

Feuerwehrleute und THW sichern am Samstag (29.09.2007) eine überflutete Straße in Stecklenberg bei Quedlinburg. Im gesamten Harz sind Flüsse und Bäche über die Ufer getreten. Zwischen Harz und Halle fielen mehr als 50 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb 24 Stunden. (dpa 10910403)
Der Klimawandel und die Abschätzung seiner Folgen ist eine der großen Zukunftsaufgaben – auch für das Land Sachsen-Anhalt. Wetterbeobachtungen zeigen, dass die Jahresniederschläge um bis zu 20 Prozent, die täglichen Regenmengen am Brocken sogar um die Hälfte angestiegen sind.  Klimaprognosen zufolge steigen die Durchschnittstemperaturen weiter. Gleichzeitig hält der Trend zu Starkregen und vermehrten Niederschlägen im Winterhalbjahr an. Es ist keineswegs Schwarzmalerei zu prognostizieren: Im Hochharz und Harzvorland werden die Überflutungen häufiger und extremer. Dadurch stößt die aufopferungsvolle und vorbildliche Selbsthilfe der Kommunen und Hausbesitzer an ihre Grenzen. Auch mobiler Hochwasserschutz vermag das veränderte Abflussgeschehens kaum zu bewältigen.Die Schäden werden zunehmen, der finanzielle Ausgleich durch die Gesellschaft ist nicht mehr leistbar und für Versicherungen nicht mehr kalkulierbar. Um so mehr wird Hochwasservorsorge zur Landesaufgabe.
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