Hochwasserschutzmaßnahmen Selke

Regelmäßige Unterhaltungsmaßnahmen halten das Abflussprofil der Selke offen. Dazu zählt die Gehölzpflege, das Ausbaggern von Geschiebeansammlungen und die Verstärkung der Uferböschung mit Gabionen.   
Die geplanten Hochwasserrückhaltebecken sind überregional wirksame Bausteine einer das gesamte Einzugsgebiet betreffenden Hochwasserschutzkonzeption und Katastrophenvorsorge. Hinzu kommen örtliche Flussbaumassnahmen zum Schutz von Siedlungs- und Industriegebieten. Es gilt, alle Nadelöhre entlang des Selke zu entschärfen. Beträgt der mittlere Jahresabfluß gerade einmal 1,55 Kubikmeter pro Sekunde, führt die Selke im Oberlauf bei einem hundertjährlichen Hochwasser bis zu 85 Kubikmeter.

Umso wichtiger ist es, ein durchgehend gleichbleibendes Abflussprofil zu gewährleisten. Dazu müssen Uferböschungen stabilisiert oder Brückendurchlässe erweitert werden. Eine Untersuchung der zwölf Ortslagen zwischen Güntersberge im Harz und Hedersleben im Harzvorland erbrachte ein ganze Palette von Schwachstellen. Darunter sieben Wehranlagen, die unter der Regie des Landesbetriebs für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt (LHW) zügig rückgebaut werden. Dadurch erhöht sich nicht nur die Leistungsfähigkeit der Selke bei Hochwasser, sondern man gewährleistet die ökologische Durchgängigkeit, wie sie die Europäischen Wasserrahmenrichtlinie ausdrücklich vorschreibt.

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